Ein Gedanke zu „„Große Badende““

  1. Susanna im Bade – seit Jahrhunderten ein künstlerisches Motiv, um mit einem nackten Frauenkörper Erotik, Voyeurismus, Begierde und sexuelle Gewalt darzustellen. Und stets ist der Frauenkörper jung und makellos. Hormon retuschiert Mängel.
    Die große Badende steht so ganz anders da. Wie gerade aus dem benachbarten Feuersee gestiegen. Hängene Schultern, schlaffe Brüste, nass am Kopf klebendes Haar. Ihr Aussehen ist ihr wohl ganz egal. Recht so.
    Und wo sind die Alten, die sie bedrängen, sie begaffen? Hm, das müssen wohl die vorbei hastenden Städter sein. Auch hier ein Zeitenwandel. Ihre Nackheit ist nicht mehr Anlass für Hormonwallungen. Man lässt sie ganz sie selbst sein.

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